Cornelia Schmachtenberg: Wildquerungen müssen von Freiflächen-Photovoltaikanlagen freigehalten werden
Photovoltaik | 14.03.2025 | Nr. 71/25
Cornelia Schmachtenberg: Wildquerungen müssen von Freiflächen-Photovoltaikanlagen freigehalten werden Für die kommende Landtagssitzung hat die Koalition einen Antrag (Drs. 20/2962) eingebracht, der darauf abzielt, Freiflächen-Photovoltaikanlagen sowohl umwelt- als auch wildtierfreundlicher zu gestalten. Das Ziel ist es, den Ausbau der Solarenergie mit dem Schutz der Biodiversität in Einklang zu bringen und gleichzeitig die Lebensräume von Wildtieren zu bewahren.
Cornelia Schmachtenberg, umweltpolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, erklärt dazu:
„Bereits im vergangenen Jahr wurde auf Initiative des Landtags der Solar-Erlass überarbeitet, um diesen wildtierfreundlicher zu gestalten und gleichzeitig den Ausbau erneuerbarer Energien voranzutreiben. Der Schutz von Wildtieren und ihren Lebensräumen muss bei dem Ausbau der Erneuerbaren Energien beachtet werden. Eine große Herausforderung stellt dabei derzeit die Privilegierung von Solaranlagen entlang von Autobahnen und Bahntrassen dar. Denn aufgrund dieser Privilegierung können Zugänge zu Wildquerungen einfach zugebaut werden.“
Schmachtenberg fordert: „Diese Regelung muss dringend überarbeitet werden. In den Zugängen zu Wildquerungen muss diese Privilegierung ausgesetzt werden, damit diese auch von den Tieren genutzt werden. Diese Querungen sind entscheidend für den genetischen Austausch zwischen Wildpopulationen und für den Erhalt ihrer Lebensräume.“
Darüber hinaus fordert die Koalition die Identifikation und öffentliche Darstellung von Best-Practice-Beispielen für biodiversitätsfördernde Freiflächen-Solaranlagen, Agri- PV- sowie Moor-Solaranlagen. Diese Modelle sollen sowohl ökologische als auch ökonomische Potenziale für Schleswig-Holstein aufzeigen. Schmachtenberg ergänzt: „Es ist wichtig, dass konkrete Empfehlungen entwickelt werden, wie Freiflächen-PV-, Agri-PV- und Moor-PV-Anlagen so gestaltet werden können, dass sie die Biodiversität fördern. Die Landesregierung wird gebeten, Informationen zu biodiversitätsfördernden Maßnahmen zu sammeln und Best-Practice-Beispiele zu dokumentieren. So muss nicht jede Kommune oder jeder Betreiber neue Ideen sammeln, sondern kann schnell auf die Ideen zurückgreifen und so einfacher biodiversitätsfreundliche Solaranlagen bauen“, so Schmachtenberg abschließend.
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