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21.07.16
13:00 Uhr
FDP

Dr. Heiner Garg zu Top 4 und 30 (Gesetzentwurf und Anträge zur Krankenhausfinanzierung): Vier verlorene Jahre in der Krankenhauspolitik

Presseinformation
Es gilt das gesprochene Wort.
Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer
Nr. 287/2016 Kiel, Donnerstag, 21. Juli 2016
Gesundheit/ Krankenhausfinanzierung



Dr. Heiner Garg: Vier verlorene Jahre in der



www.fdp-fraktion-sh.de Krankenhauspolitik In seiner Rede zu Top 4 und 30 (Gesetzentwurf und Anträge zur Kranken- hausfinanzierung) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Heiner Garg: Hei Garg:
„Die zentrale Frage, der sich die Gesundheitsministerin widmen sollte, ist, wie wir die akut stationäre Versorgung zukunftsfest machen können. Wie geben wir eine Antwort auf den demographischen Wandel und wie nutzen wir die Möglichkeiten des medizinisch-technischen Fortschritts?
Diesen Herausforderungen müssen wir uns unter drei Gesichtspunkten nä- hern: Erstens der Erreichbarkeit, zweitens der Wirtschaftlichkeit und drit- tens der medizinischen Qualität. Zentralisierung und Spezialisierung spielen in den anhaltenden Diskussionen, die wir speziell zum Thema Geburtshilfe bisher geführt haben, eine zunehmende Rolle. Aufgabe der Politik ist es da- bei, den Menschen ehrlich zu erläutern, dass sich die Krankenhausland- schaft in Schleswig-Holstein signifikant in den nächsten zwei Jahrzehnten ändern wird. Die Erfordernisse eines Flächenlandes mit Inseln sind dabei zu berücksichtigen.
Aber was macht unsere Ministerin? Sie lässt sich in dieser Legislaturperiode von einer Geburtshilfestation zur nächsten jagen, anstatt endlich ein Kon- zept vorzulegen, wie sich die Landesregierung die künftige Krankenhaus- struktur in Schleswig-Holstein vorstellt. Bisher ist hier aber völlige Fehlan- zeige. Vor diesem Hintergrund führen wir in Wahrheit die heutige Debatte.
Der Umgang der Landesregierung mit den Kommunen ist unterirdisch. Wenn man sich ein bisschen mit der Geschichte der Krankenhausinvestiti- onsfinanzierung auseinandergesetzt hätte, hätte man gesehen, dass sich die Finanzierung über die letzten 45 Jahre stark gewandelt hat und die Kommu- nen anfänglich alles, dann ein Drittel und jetzt die Hälfte tragen müssen. Ei- ne zwingende Kofinanzierung ist also nicht vorgeschrieben.
Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Klaus Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de In Wahrheit stehen 25 Millionen Euro Landesmittel aus Impuls zur Verfü- gung. Ihnen stünden darüber hinaus auch 34 Millionen Euro aus dem Kran- kenhausstrukturfonds des Bundes zur Verfügung. Die Landesregierung könnte also ein glasklares Konzept für die Neustrukturierung der Kranken- hauslandschaft vorlegen, welches mit 59 Millionen Euro zusätzlichen Mitteln unterlegt ist, aber stattdessen führen sie einen Streit darüber, ob man die Kommunen zwingen will, die Kofinanzierung zu leisten oder nicht. Das ist schlicht erbärmlich.
Die FDP-Fraktion schlägt erneut vor, dass AG-KHG zu ändern, damit die Kommunen das Impuls-Sonderprogramm nicht kofinanzieren müssen. Die Landesregierung lässt fahrlässig die Chance liegen, für eine Verbesserung der Krankenhausinvestitionen zu sorgen. Wenn die Ministerin davon spricht, dass die Krankenhausfinanzierung eine kommunale Pflichtaufgabe sei, dann offenbart das auf erschreckende Weise ihre Ahnungslosigkeit (Hinweis: nach § 6 KHG ist es explizit Aufgabe der Länder, ein Investitionsprogramm aufzustellen).“



Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Klaus Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de