Kirsten Eickhoff-Weber: Den Bauern helfen, um die Vielfalt unserer Landwirtschaft zu erhalten
Kiel, 18. Mai 2016 Nr. 123 /2016Kirsten Eickhoff-Weber:Den Bauern helfen, um die Vielfalt unserer Landwirtschaft zu erhalten Zur heutigen Vorstellung eines Bündnisses Hilfsangebote für Landwirte erklärt die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Kirsten Eickhoff-Weber:Es ist allerhöchste Zeit, dass sich ein Bündnis für die Landwirtschaft zusammenschließt und den Bauernfamilien Hilfe und Unterstützung anbietet. Denn Landwirte sind allein gelassen mit den Auswirkungen des Marktes; es herrscht Verunsicherung, es gibt Existenzängste, denn der Markt funktioniert nicht mehr. Unsere Landwirtschaft produziert gesunde Nahrungsmittel und sorgt für den Erhalt der Kulturlandschaft. Sie wird von bäuerlichen Familien getragen, geprägt und verantwortet. Doch sie kann nur bestehen, wenn faire Preise gezahlt werden. Wir haben große Sorge, dass die Strukturvielfalt der Landwirtschaft in Schleswig-Holstein durch den Preiskampf dramatische Verluste erfährt. Denn der Strukturwandel wird durch den Preisverfall angeheizt. Dabei liegen doch gerade in unserer Vielfalt die Chancen, die anstehenden Herausforderungen zu meistern.Der Vielfalt unserer Landwirtschaft stehen die Big Five des Lebensmitteleinzelhandels marktbeherrschend gegenüber. Wir müssen handeln, damit diese Vielfalt nicht unter die Räder kommt. Das geht nur solidarisch! Daher ist die Abstimmung der Unterstützungsangebote jetzt der richtige Weg. Langfristig brauchen wir Programme, die die Leistungen der Landwirtschaft angemessen entlohnen, die Weidewirtschaft, Blühwiesen, Ackerrandstreifenpflege honorieren. Die meisten Verbraucherinnen und Verbraucher sind bereit, für die heimischen Produkte faire Preise zu zahlen.Mit Blick auf die gesellschaftliche Debatte um landwirtschaftliche Produktionsweisen ist doch mittlerweile allen klar, dass eine Neuausrichtung hin zu einer nachhaltigen, umweltgerechten, 2Ressourcen schonenden Landwirtschaft der einzige zukunftssichere Weg ist. Aber das geht nicht von heute auf morgen, und dabei geht es nicht um konventionell gegen ökologisch. Das geht nicht in den bisherigen, vertrauten Konfrontationen, sondern nur in einem respektvollen Umgang miteinander. Das Bündnis Hilfsangebote für Landwirte in besonderen Lagen ist dafür ein gutes Beispiel. Wir wünschen uns, dass viele betroffene Landwirte die Angebote und Beratungen nutzen.