Anita Klahn: Kein großer Wurf von Ministerin Ernst
Presseinformation Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer Nr. 454/2015 Kiel, Dienstag, 5. Januar 2016 Bildung/Inklusion www.fdp-fraktion-sh.de Anita Klahn: Kein großer Wurf von Ministerin Ernst Zur heutigen Pressekonferenz der Schulministerin Britta Ernst erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn: Klahn:„Das Eingeständnis der Landesregierung, dass ihr bisheriges Inklusionskon- zept völlig unzureichend war und sie dieses deshalb weiterentwickeln muss- te, ist immerhin ehrlich. Bedauerlicherweise ist es aber auch der neuen Mi- nisterin nicht gelungen, aus den Fehlern ihrer Vorgängerin Konsequenzen zu ziehen. Widersinnigerweise hat sie die Idee, Zentren für inklusive Schulen zu schaffen, fallengelassen. Dies war von den Betroffenen seinerzeit als eine der wenigen sinnvollen Maßnahmen des damaligen Konzepts erachtet wor- den.Wir brauchen endlich mehr Qualität in den Schulen anstatt weiterer rot- grüner Experimente – das gilt insbesondere für den Inklusionsbereich. Wenn wir uns jedoch die Fakten anschauen und allein die Schülerkostensätze als Spiegel der öffentlichen Ausgaben für den Bildungsbereich nehmen, dann stellen wir fest, dass im Jahr 2015 die Zuschläge für die inklusive Beschu- lung von Kindern im Vergleich zu 2014 gesunken sind. Es wird also weniger pro Kind für Inklusion an allgemein- und berufsbildenden Schulen ausgege- ben.Auch die jetzt eingeführte Schulassistenz ist nur eine rot-grüne Wohlfühlmaßnahme. Unabhängig davon, ob man die Schulassistenten für eine sinnvolle Einrichtung hält oder nicht, ist festzustellen, dass sie nicht die Inklusion an den Schulen stärken, sondern ‚sozial erfahrene’ Personen „Mädchen-für-Alles“ an den Schulen spielen. Das ist meilenweit davon ent- fernt, wie wir uns multiprofessionale Teams aus Lehrern, Schulpsychologen und Schulsozialarbeitern vorstellen.Die FDP schlägt daher einen anderen Weg vor. Wir wollen mehr ausgebilde- te Sonderpädagogen an den Schulen haben und die Schulsozialarbeit ver- stetigen. Dafür soll auch der entsprechende Studiengang an der UniversitätDr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de Flensburg gestärkt werden. Zudem müssen die Förderschulen als Schulen mit Schülern erhalten bleiben und durch ein Netzwerk von Inklusionsschu- len unterstützt werden. Denn es bedarf differenzierter Lösungen, um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Kinder mit Förderbedarf gerecht werden zu können.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de