Dr. Heiner Garg zu TOP 17 (Schaffung von Hilfsangeboten für pflegende Angehörige): Pflegende Angehörige durch richtigen Pflegemix entlasten
Presseinformation Sperrfrist Redebeginn! Es gilt das gesprochene Wort. Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer Nr. 372 / 2015 Kiel, Freitag, 16. Oktober 2015 Pflege/Pflegende AngehörigeDr. Heiner Garg: Pflegende Angehörige durch richtigen www.fdp-fraktion-sh.de Pflegemix entlasten In seiner Rede zu Top 17 (Schaffung von Hilfsangeboten für pflegende An- gehörige) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer und gesundheitspo- litische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Heiner Garg: Garg:„Beide vorliegende Anträge sind charmant und beschreiben ein wichtiges Problem. Die FDP-Fraktion kann den Anträgen daher im Grundsatz zustim- men. Wir müssen uns aber fragen, wie wir das eigentliche Problem, nämlich die Belastung von pflegenden Angehörigen zu lindern, lösen können. Da stellt sich mir schon die Frage, ob wir das durch eine weitere Broschüre leis- ten. Auch stellt sich die Frage, ob hier der Adressat Landesregierung richtig ist.In der letzten Legislaturperiode wurde auf Bundesebene etwas sehr kluges beschlossen. Die gesetzlichen Krankenkassen als Pflegekassen haben die Verpflichtung bekommen, für die Pflegebedürftigen und deren Angehörigen innerhalb von zwei Wochen eine Beratung über Pflegeleistungen anzubieten. Sollte diese Verpflichtung nicht umgesetzt werden, dann muss dem nach- gegangen werden. Adressat für den Appell, Informationen bereitzustellen, muss daher zu allererst der Kostenträger sein. Die Kostenträger müssen da- rüber aufklären, was den Versicherten als Leistung zusteht und nicht aus falsch verstandener Sparsamkeit, mit der Aufklärung ebenfalls sparsam um- gehen.Ich glaube auch nicht, wenn man den DAK-Pflegereport richtig liest, dass das große Problem die Unbekanntheit von Angeboten ist. So kennen jeweils 95 Prozent der Befragten Tagespflegeangebote oder niedrigschwellige Pfle- geangebote. Das Problem ist vielmehr, dass nach wie vor zu wenig auf den wirklichen Pflegealltag Rücksicht genommen wird. Tatsächliche Entlastung erfahren pflegende Angehörige insbesondere durch die richtige Kombination von familienentlastender Tagespflege, Kurzzeitpflege und ähnlichen profes- sionellen Betreuungsangeboten.“Dr. Klaus Web er, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Weber Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de