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21.09.15
14:23 Uhr
SPD

Kirsten Eickhoff-Weber: Ländliche Räume: Den Wandel aktiv gestalten

Kiel, 21. September 2015 Nr. 245 /2015



Kirsten Eickhoff-Weber:
Ländliche Räume: Den Wandel aktiv gestalten Politik für die Entwicklung der ländlichen Räume ist die Herausforderung der nächsten Jahre. Denn die ländlichen Räume sind im Wandel begriffen. Deshalb hat die SPD-Landtagsfraktion ein Positionspapier erarbeitet, das nun – wie bereits dasjenige zur Landwirtschaftspolitik – breit diskutiert werden soll. Dafür sind sechs Veranstaltungen im ganzen Land geplant. Dazu erklärt die Sprecherin für Agrarpolitik und die Entwicklung der ländlichen Räume, Kirsten Eickhoff- Weber:
Ländliche Räume und Landwirtschaft sind auch für Sozialdemokraten wichtige Themen – wir kümmern uns nicht nur um die Städte, sondern genau so auch um die ländlichen Räume und die Menschen, die dort leben. Denn die ländlichen Räume stehen vor großen Herausforderungen. Diese sind vor allem der demografische Wandel und die Sicherung der Grundversorgung, der Erhalt der natürlichen Lebensräume, die nachhaltige Entwicklung von Wirtschaft und Infrastruktur. Ziel der Weiterentwicklung der ländlichen Räume ist für uns der Einklang von Ökologie, Ökonomie und sozialen Belangen. Ein wesentlicher Teil der Politik zur Entwicklung der ländlichen Räume ist die Landwirtschaftspolitik; sie muss über den eigentlichen Produktionsbereich hinausgehen. Wir haben bereits 2014 in zwei Positionspapieren zur Entwicklung der Landwirtschaft und der ländlichen Räume in Schleswig-Holstein die Herausforderungen beschrieben und unsere Ideen für die Gestaltung der Zukunft formuliert. Darüber diskutieren wir nun im Dialog mit den Akteuren vor Ort.
Die ländlichen Räume haben Perspektiven, doch diese müssen gestaltet werden. Dabei geht es um die Sicherung der Grundversorgung, aber auch der biologischen Vielfalt. Die Entwicklung muss an den Bedürfnissen der Menschen ausgerichtet werden – unter dem Aspekt der sozialen 2



Gerechtigkeit. Dabei ist sicher Bildung ein zentrales Thema, aber beispielsweise betrachten wir auch Kultur als einen Teil von Lebensqualität und damit als Aufgabe der Grundversorgung. Weitere Stichworte sind Gesundheitsversorgung, Sicherung der Mobilität und Breitbandausbau.
Für uns sind die ländlichen Räume Zukunftsräume. Dabei müssen wir vor allem die demografischen Herausforderungen annehmen und Lösungen finden, die Perspektiven eröffnen und die Lebensqualität erhalten. Dazu gehört die Sicherung der Infrastruktur, dazu gehören lokale Arbeitsplätze und die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, damit auch zukünftig junge Familien in ländlichen Räumen leben wollen und können. Wir wollen den Wandel als Chance begreifen, ihn gestalten und die Menschen bei den notwendigen Veränderungen unterstützen.
Dafür brauchen wir das vertrauensvolle Gespräch vor Ort. Wir setzen auf den Dialog, um Unterschiede in der Bewertung der aktuellen Situation und der Herausforderungen, vor denen wir stehen, festzustellen, Gemeinsamkeiten zu finden und Lösungsansätze gemeinsam zu denken und zu diskutieren.
Ein weiterer wichtiger Faktor neben der Landwirtschaft ist die Ernährungswirtschaft. Denn wenn es uns gelingt, die Wertschöpfungsketten im Land zu halten, also auch Weiterverarbeitung und Veredelung von Produkten mehr als bisher hier zu verankern, investieren wir nochmals in Schleswig-Holsteins zentrale Potenziale.
Nachdem wir unser Positionspapier Landwirtschaft mit Bauernverbänden und anderen Interessierten im ganzen Land breit diskutiert haben, wollen wir dies in den kommenden Monaten auch mit dem Positionspapier zur Entwicklung der ländlichen Räume tun. Die Auftaktveranstaltung zu einer breit angelegten Diskussion darüber hat in diesem Frühjahr im Landeshaus in Kiel stattgefunden. Im Anschluss daran sind sechs regionale Veranstaltungen in ganz Schleswig-Holstein geplant. Die erste findet am Mittwoch, dem 23. September, in Steinberg statt, die zweite am 8. Oktober in Warder. Weitere Veranstaltungen sind geplant im Kreis Segeberg (November), im Kreis Ostholstein (Januar 2016), im Kreis Herzogtum Lauenburg (Februar) und im Kreis Nordfriesland (März).
Unser Positionspapier zur Entwicklung der ländlichen Räume finden Sie hier:
http://www.spd.ltsh.de/sites/default/files/positionspapier-laendliche-raeume.pdf
Das Positionspapier zur Landwirtschaft finden Sie hier: 3



http://www.spd.ltsh.de/sites/default/files/positionspapier-landwirtschaft.pdf