Oliver Kumbartzky zu TOP 13 (Verbot bienengefährlicher Neonikotinoide ausweiten): Eine Ausweitung von Verboten ist nicht zielführend
PresseinformationSperrfrist Redebeginn! Es gilt das gesprochene Wort Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer Nr. 345/2015 Kiel, Donnerstag, 17. September 2015 Umwelt/Bienen www.fdp-fraktion-sh.de Oliver Kumbartzky: Eine Ausweitung von Verboten ist nicht zielführend In seiner Rede zu TOP 13 (Verbot bienengefährlicher Neonikotinoide aus- weiten) erklärt der umweltpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Oli Kumbartzky: Oliver Kumbartzky :„Die FDP-Landtagsfraktion lehnt den vorliegenden, wenig zielführenden An- trag ab. Die Landwirtschaft benötigt den gezielten und sachgerechten Ein- satz von Pflanzenschutzmitteln. In Deutschland und insbesondere in Schleswig-Holstein wäre der Rapsanbau von einer Verbotsausweitung stark betroffen. Die Koalition ignoriert, dass die Saatgutbeizung und die weitere Anwendung von Neonikotinoiden in Deutschland seit 2009 nur unter stren- gen Auflagen erfolgen.Die Beizung vor der Aussaat hat sich bewährt, weil dadurch ein Kontakt mit Blüten besuchenden Insekten sicher vermieden wird. Die seit 2009 in Deutschland eingeführte Zertifizierung der Beizung gewährleistet zudem ei- nen höchstmöglichen Sicherheitsstandard.Anstatt überzogene Verbote in Erwägung zu ziehen, sollte die Regierung ge- genüber der EU-Kommission lieber darauf drängen, dass auch in anderen EU-Ländern durch eine Zertifizierung der Beizung die Sicherheit der Anwen- dung von Pflanzenschutzmitteln verbessert wird. Damit wäre der Landwirt- schaft und der Imkerei mehr geholfen, als durch pauschale Verbote.Neonikotinoide sollten als Pflanzenschutzmittel für die Beizung von Samen weiterhin unter Auflagen zur Verfügung stehen. Dies ist, wie eingangs er- wähnt, besonders für den Rapsanbau wichtig. Raps ist eine für Bienen wich- tige Trachtpflanze und Schleswig-Holstein ist ein Rapsland.Das Deutsche Bienenmonitoring hat schon 2013, also bereits vor dem EU- Moratorium, gezeigt, wie es bei der Beizung von Samen mit Neonikotinoiden unter den bei uns geltenden Anwendungsbedingungen aussieht: In über 500 Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de Proben von Bienenbrot wurden seinerzeit nur in drei Proben minimale Rück- stände von Neonikotinoiden gefunden. Die Untersuchungen ergaben darü- ber hinaus, dass in Imkereien, in denen Pestizidrückstände im Bienenbrot nachweisbar waren, fast genauso viele Bienen überwinterten wie in Imkereien, bei denen dies nicht der Fall war. Das Bienenmonitoring zeigt üb- rigens auch, dass die eigentliche Gefahr für Bienen von der Varroa-Milbe ausgeht.Die Regierung muss darauf drängen, dass die EFSA im weiteren Verlauf bei der Bewertung der Neonikotinoide auch die seit Jahren vorliegenden Ergeb- nisse des Deutschen Bienenmonitorings berücksichtigt. Und selbstverständ- lich muss auch weiter geforscht werden.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de