Christopher Vogt zu TOP 36 (Erhalt der ICE-Anbindungen): Vom Landtag muss das deutliche Signal in Richtung der Deutschen Bahn ausgehen: So geht es nicht!
PresseinformationSperrfrist Redebeginn! Es gilt das gesprochene Wort Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer Nr. 289/2015 Kiel, Freitag, 17. Juli 2015 Verkehr/ICE-AnbindungChristopher Vogt: Vom Landtag muss das deutliche www.fdp-fraktion-sh.de Signal in Richtung der Deutschen Bahn ausgehen: So geht es nicht! In seiner Rede zu TOP 36 (Erhalt der ICE-Anbindungen) erklärt der Stellver- tretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Christopher Vogt: Vogt:„Der Dichter Matthias Claudius sagte einst den berühmten Satz:‚Wenn jemand eine Reise tut, so kann er was erzählen.‘Da der gebürtige Reinfelder im 18. und im frühen 19. Jahrhundert lebte, ist davon auszugehen, dass Herr Claudius und seine Zeitgenossen nie das Ver- gnügen hatten, mit der Bahn und schon gar nicht mit dem ICE von bzw. nach Schleswig-Holstein zu reisen und davon erzählen zu können. Dies sol- len – nach dem Willen der Bahn – schon sehr bald auch weniger unserer Zeitgenossen tun können.Das neue Fernverkehrskonzept der Bahn sieht nach Auskunft der Landesre- gierung eine ganze Reihe an Änderungen im Fernverkehr vor. Besonders ei- ne geplante Änderung sehen wir sehr kritisch: Wenn es nach der Bahn geht, wird man ab Dezember nicht mehr mit dem ICE aus der Landeshauptstadt in die Bundeshauptstadt fahren können. Der ICE soll zukünftig auf dieser Strecke durch EC ersetzt werden und von Berlin aus nur noch bis nach Hamburg fahren. Zudem soll der ICE auf der Achse Hamburg-Aarhus und damit die Direktverbindung Dänemark/Flensburg-Berlin entfallen.Vor knapp zwei Monaten hatte der Wirtschaftsausschuss mal wieder seinen regelmäßigen Austausch mit der Bahn zu aktuellen Themen. Ich hatte dafür im Vorfeld auch das neue Fernverkehrskonzept der Bahn angemeldet. Mir wurde dazu von Seiten der Bahn mitgeteilt, dass man zu diesem Konzept noch nichts sagen wolle. Nun mussten wir aus der Zeitung erfahren, welche negativen Folgen dieses Konzept für unser Bundesland hat. Das ist offen Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de gestanden nicht das, was ich als gute Informationspolitik oder guten Aus- tausch zwischen Parlament und Bahn bezeichnen würde. Gerade im Hinblick auf die geplante Olympia-Bewerbung Kiel ist dieser Plan natürlich ein ganz schlechtes Signal für unsere Landeshauptstadt und für unser Bundesland. Dieser Schritt zeugt nicht gerade von hoher Sensibilität bei der Bahn. Das Unternehmen muss sich meines Erachtens nun entscheiden, ob es die Olympia-Bewerbung Kiels unterstützen oder tatsächlich konterkarieren will.Ich bin aber auch wieder einmal von der schlechten Lobby-Arbeit der Lan- desregierung enttäuscht. Es wird immer deutlicher, dass unser Bundesland im Bereich der Verkehrspolitik leider keine ernstzunehmende Lobby in Ber- lin hat. Wir sollten deshalb zumindest unseren Beitrag als Parlament dazu leisten, dass sich dies ändert. Vom Hohen Hause sollte nun das deutliche Signal ausgehen, das der Deutschen Bahn klarmacht: So geht es nicht!Das ist das Ziel unseres Antrages. Ich begrüße es, dass nach der CDU- Fraktion auch die Koalitionsfraktionen und die Piraten auf uns zugekommen sind und darum gebeten haben, ebenfalls Antragsteller zu werden. Dem ha- ben wir gern entsprochen. Je deutlicher das Signal des Landtages wird, um- so größer ist die Chance, dass die Bahn ihre Pläne noch einmal überarbei- tet. Es wird ja gleich vermutlich ein einstimmiges Votum des Landtages ge- ben. Das sollte die Bahn nicht einfach ignorieren.Die Landesregierung – und damit meine ich ganz ausdrücklich nicht nur den Verkehrsminister, sondern auch den Ministerpräsidenten – ist nun aufge- fordert, umgehend Gespräche mit Bahn-Chef Grube zu führen und diesen Irrsinn noch zu stoppen.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de