Anita Klahn: Landesregierung meint, Grundschüler müssten ihre Zeugnisse nicht verstehen
Presseinformation Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer Nr. 267/2015 Kiel, Mittwoch, 8. Juli 2015 Bildung/ZeugnisseAnita Klahn: Landesregierung meint, Grundschüler www.fdp-fraktion-sh.de müssten ihre Zeugnisse nicht verstehen Zur heutigen Vorstellung von Kompetenzzeugnissen durch die Schulministe- rin erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Ani- Ani- Klahn: ta Klahn:„Nein, dass Grundschülerinnen und Grundschüler ihre Zeugnisse verstehen müssen, wäre bei der Entwicklung der neuen Kompetenzzeugnisse durch die Landesregierung nicht vorgesehen gewesen – erklärt uns der von Frau Ministerin Ernst bestellte Experte. Aus Sicht der Schulministerin ist das of- fensichtlich auch keine Notwendigkeit. Aber nicht nur Schüler, sondern auch Eltern und Lehrer werden mit dem Verstehen der Zeugnisse ihre Prob- leme haben. So ist es z.B. im Bereich der Mathematik selbst dem Ministeri- um nicht möglich, die Unterschiede zwischen den verschiedenen Kompe- tenzfeldern zu erläutern. Wenn in einem Kompetenzfeld ‚geometrische For- men kennen‘ bewertet wird und im nächsten Feld ‚geometrische Muster er- kennen‘, dann muss man mindestens Mathematiker sein, um den feinen Un- terschied herauszuarbeiten.Offen bleibt auch der Sinn der Entwicklungsberichte, wenn sie genau die gleichen Kategorien verwenden wie die Zeugnisse. Die Frage drängt sich auf, welchen Sinn es ergibt, im ersten Schulhalbjahr der vierten Klasse ei- nen Entwicklungsbericht zu bekommen, der dem Kompetenzzeugnis nahezu vollständig gleicht? Ministerin Ernst erkennt nicht, dass in einem Entwick- lungsbericht Veränderungen und Perspektiven aufgezeigt werden müssen und deswegen keinesfalls die gleichen Kategorien verwendet werden dürfen wie in Zeugnissen.Zumindest taktisch hat die Landesregierung dazu gelernt. Da sie weiß, dass öffentlicher Gegenwind derzeit schädlich wäre, will sie die Kompetenzzeug- nisse erst nach einer dreijährigen Übergangsfrist verbindlich einführen und damit die notenfreie Grundschule durchsetzen.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de