Navigation und Service des Schleswig-Holsteinischen Landtags

Springe direkt zu:

Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

Pressefilter

Zurücksetzen
29.04.15
13:31 Uhr
FDP

Oliver Kumbartzky: Habecks Pflegetipps für Atomfässer bringen die Endlagerung kein Stück voran

Presseinformation

Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer
Nr. 164/2015 Kiel, Mittwoch, 29. April 2015
Energie/Atom



www.fdp-fraktion-sh.de Oliver Kumbartzky: Habecks Pflegetipps für Atomfässer bringen die Endlagerung kein Stück voran Zum heute von Energiewendeminister Dr. Robert Habeck vorgestellten Kor- rosionsbericht erklärt der energiepolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Oliver Kumbartzky : Kumbartzky:
„Der Korrosionsbericht offenbart nicht viel Neues. Vielmehr wird in dem Dokument selbst gesagt: Die sicherheitstechnische Bedeutung der Korrosi- on an den Fässern im Kontrollbereich eines Kernkraftwerks ist als gering einzustufen, da mit einer Freisetzung von radioaktiven Stoffen in die Umwelt nicht zu rechnen ist.
Bemerkenswert ist vielmehr, wie viel Energie und Zeit hier offensichtlich in einen Bericht investiert wurde, der die Endlagerung von radioaktivem Abfall – das ist die eigentlich drängende Frage – kein Stück voran bringt. Schacht Konrad für schwach- und mittelradioaktiven Abfall sollte seit Mitte der 1990er Jahre in Betrieb gehen, was seither und auch aktuell nicht zuletzt mit Hilfe der Grünen immer wieder hinausgezögert wird. Derzeit ist ein Da- tum ‚nicht vor 2022‘ im Gespräch, selbst das allerdings ist noch unsicher.
Zur Endlagersuche für hochradioaktiven Abfall hat die zuständige Kommis- sion, der Dr. Robert Habeck selbst angehört, gerade erst verlauten lassen, dass man sich doch noch bis Mitte des nächsten Jahrhunderts Zeit lassen könnte. Andererseits wollte derselbe Minister erst vor zwei Jahren noch zu- sätzlichen hochradioaktiven Abfall aus der Wiederaufarbeitung im Ausland nach Schleswig-Holstein holen – soll auch der dann etwa bis zum Jahr 2150 hier bleiben?
Wenn spätestens 2022 der Atomausstieg in Deutschland vollzogen sein wird, wird die Menge des zu lagernden Abfalls durch den Rückbau der Kern- kraftwerke und durch weiteren aus dem Ausland zurückkehrenden deut- schen Atommüll noch einmal deutlich zunehmen. Für uns steht fest: Zwi- schenlager dürfen nicht schleichend zu Endlagern werden. Wir erwarten, Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de dass der zuständige Energiewendeminister sich endlich ernsthaft hierfür einsetzt, statt nukleare Vergangenheitsbewältigung zu betreiben und Pflege- tipps nach der Devise ‚Schöner lagern‘ für Fässer zu entwickeln, die schon lange neu und endgültig verpackt in einem unterirdischen Endlager hätten sein sollen.“



Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de