Dr. Heiner Garg zu TOP 16 (Entgeltgleichheit): Frauen brauchen eine echte Wahl
PresseinformationSperrfrist Redebeginn! Es gilt das gesprochene Wort Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer Nr. 101/2015 Kiel, Mittwoch, 18. März 2015 Gleichstellung/Equal Pay www.fdp-fraktion-sh.de Dr. Heiner Garg: Frauen brauchen eine echte Wahl In seiner Rede zu TOP 16 (Entgeltgleichheit) erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Landtagsfraktion, Dr . Heiner Garg: Dr. Garg:„Zunächst gilt es, festzuhalten: Eine Aufwertung und eine bessere Bezah- lung der klassischen Frauenberufe, zu denen insbesondere die Gesundheits- und Pflegeberufe zählen, erreichen wir nicht durch ein Entgeltgleichheitsge- setz. Dies ist letztendlich nur simple Symbolpolitik, die beruhigen mag, aber am zentralen Problem vollkommen vorbeigehtWir würden uns sehr wünschen, wenn die Landesregierung stringent ihrem eigenen Anspruch folgen würde und die geplante Schlechterstellung der Grundschullehrerinnen und Grundschullehrer bei der Lehrerbesoldung rück- gängig machte. Die rot-grün-blauen Koalitionäre sollten von ihrer eigenen Regelungskompetenz Gebrauch machen und mit guten Beispiel voran ge- hen, denn gerade in diese Berufsgruppe sind überproportional viele Frauen vertreten.Die Gründe für den unbereinigten Gender-Pay-Gap sind einfach zu benen- nen: Es sind insbesondere die hohe Teilzeitquote und die Berufswahl der Frauen. Die Frage stellt sich jedoch, ob die Entscheidung der Frauen ver- stärkt in Teilzeit zu gehen auch immer eine freiwillige Entscheidung war bzw. ist. Haben Frauen tatsächlich die Wahl, ob sie nach der Geburt ihrer Kinder in den Beruf zurückkehren können?Wir, die Politik, müssen uns die Frage stellen, ob wir die Strukturen geschaf- fen haben, damit Frauen eine echte Wahlmöglichkeit haben. Warum kehrt nur ein Drittel der Frauen in Deutschland nach der Elternzeit in ihre Berufe zurück? Eine Antwort gibt die nach wie vor nicht ausreichende Betreuungs- infrastruktur. Der Staat sollte an diesem Punkt ansetzen und unter anderem die Gründungen von Betriebskindergärten unterstützen.Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de Ein Blick zu unserem europäischen Nachbarn Frankreich offenbart, wie sehr wir hier in Deutschland unser Rollenbild zementieren. Der Arbeits- und Sozi- almarkt ist in Frankreich familienorientiert und der Staat unterstützt dort selbstverständlich, dass junge Frauen frühzeitig an ihren Arbeitsplatz zu- rückkehren.Die Politik in Deutschland muss die Voraussetzungen schaffen, damit Frau- en die Wahlfreiheit haben. In der Vergangenheit wurden dafür leider nicht die passenden Instrumente gefunden. Dazu zähle ich das Betreuungsgeld sowie das Elterngeld als misslungene Beispiele dafür auf, die Frauen mög- lichst lange von ihrer Erwerbstätigkeit abzuhalten, statt ihnen die Möglich- keit zu geben, schnellstmöglich wieder in den Beruf zurückzukehren.Eine moderne, faire Gesellschaft garantiert Menschen Wahlfreiheit und stellt sie nicht vor die Wahl ‚Familie oder Karriere‘.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de