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20.02.15
14:05 Uhr
FDP

Anita Klahn zu TOP 21 (Hospize und palliativmedizinische Versorgung): Das Engagement der Ehrenamtlichen muss unterstützt werden

Presseinformation
Sperrfrist Redebeginn! Es gilt das gesprochene Wort Wolfgang Kubicki MdL Kubicki, Vorsitzender Christopher Vogt MdL Vogt, Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg MdL Garg, Parlamentarischer Geschäftsführer
Nr. 072/2015 Kiel, Freitag, 20. Februar 2015
Soziales/Palliativmedizin



www.fdp-fraktion-sh.de Anita Klahn: Das Engagement der Ehrenamtlichen muss unterstützt werden In ihrer Rede zu TOP 21 (Hospize und palliativmedizinische Versorgung) er- klärt die sozialpolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn: Klahn:
„Lassen Sie mich vorweg einen Dank an all die ehrenamtlich Tätigen aus- sprechen die sich in den Hospizbewegung engagieren. Mit großer Herzens- wärme und Anteilnahme bei gleichzeitiger Professionalität unterstützen sie schwerkranke Menschen auf ihrem Weg und sind für die begleitenden An- gehörigen eine unersetzbare Hilfe. Hervorheben möchte ich die wertvolle Arbeit der ambulanten Kinder- und Jugendhospizdienste.
Unsere Gesellschaft hat sich verändert. Und dafür brauchen wir Lösungen. Es ist gesellschaftlich gewollt und für viele wirtschaftlich notwendig, dass mehr Menschen einer Berufstätigkeit nachgehen. Dadurch haben sich Fami- lienstrukturen verändert. Es ist heute durchaus üblich, dass Angehörige vie- le Kilometer voneinander entfernt leben. Dazu sind die Wohnungssituatio- nen in der Regel knapp bemessen.
Somit ist es für Menschen, die durch eine schwere Krankheit, die mit dau- erhaftem Pflegeaufwand verbunden ist, nur noch selten möglich zuhause im familiären Umkreis die letzten Lebenstage zu verbringen. Eine stationäre Krankenhausunterbringung wird von den Betroffenen häufig als unpersön- lich und unangemessen bewertet.
Schleswig-Holstein hat sich seit dem Jahr 2006 zum Ziel gesetzt, eine Vor- reiterrolle in der Palliativmedizin und Hospizversorgung zu übernehmen. Vergleicht man die Zahlen aus 2006 mit den heutigen, so ist festzustellen, dass sich einiges getan hat.
Ein Anstieg von 38 ambulant tätigen Hospizgruppen in 2006 auf heute 50 ist ein kleiner Erfolg, auf dem man sich nicht ausruhen darf. Bedauerlicher- Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de weise konnten in dem Zeitraum von 2006 bis heute nur ein weiteres statio- näres Hospiz eingerichtet werden, wobei die Bettenzahl sich nur um eines erhöhte.
Hier sollten wir nach den Gründen fragen. Aus Stormarn kann ich dazu be- richten, dass es seit langem die Idee zu einer stationären Einrichtung gibt. Der Bedarf ist vorhanden. Gleichwohl fehlte es an geeigneten Grundstü- cken, an Gebäuden, an Finanzmitteln – wie üblich. Jetzt gibt es einen För- derverein, es gibt eine zweckgebundene Grundstücksschenkung. Eine daran anschließende außerörtliche Grünfläche steht aber leider unter landesplane- rischem Vorbehalt, was die Einrichtung des Hospizes leider verhindert.
Hier wünsche ich mir persönlich mehr Flexibilität und hoffe, dass wir im So- zialausschuss im Rahmen der weiteren Beratung genauer prüfen, ob an an- deren Orten ähnliche Initiativen bestehen. Wir sollten genau hinterfragen, was wir landesplanerisch tun können, damit das Engagement der Ehrenamt- lichen unterstützt wird. Es muss nicht immer Geld sein.
Von daher begrüße ich es, dass die Kollegin Rathje-Hoffmann das Thema wieder auf die Agenda gesetzt hat. Wir sollten den Bericht im Sozialaus- schuss ausführlich weiterberaten.“



Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de