Anita Klahn: Mit Schriftspracherwerb und Rechtschreibung spielt man nicht
FDP Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 482 / 2014 Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 4. Dezember 2014 Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer GeschäftsführerBildung / Schriftspracherwerb www.fdp-fraktion-sh.de Anita Klahn: Mit Schriftspracherwerb und Rechtschreibung spielt man nicht Zur heutigen Diskussion über Schriftspracherwerb und Recht- schreibstandards im Bildungsausschuss erklärt die bildungspolitische Sprecherin der FDP-Landtagsfraktion, Anita Klahn:„Rot-Grün-Blau muss endlich aufhören, die schulische Bildung als Experimentierfeld zu missbrauchen. Es geht hier um nichts weniger als die Bildungschancen unserer Kinder. Gerade der Schriftsprach- erwerb und die Rechtschreibung sind grundlegende Fähigkeiten, um sich weiteres Wissen erschließen und am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können. Damit spielt man nicht. Es geht hier immerhin darum, dass alle Kinder vernünftig Lesen und Schreiben lernen. An- statt jedoch dafür zu sorgen, dass in unseren Schulen hohe Stan- dards bei Schriftspracherwerb und Rechtschreibung gelten, lehnt die Regierungskoalition einen Antrag von FDP und CDU ab, der das Ziel hatte, dass die veraltete und didaktisch überholte Methode ‚Lesen durch Schreiben’ nicht mehr in unseren Grundschulen angewendet werden soll. Ins gleiche Bild passt, dass die Landesregierung die Rechtschreibstandards weiter absenkt und dafür keine nachvollzieh- bare Erklärung hat.Methodenfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu wahren gilt. Liberale greifen nicht in die Unterrichtsgestaltung von Lehrkräften ein. Dieser Grundsatz erfährt jedoch seine Grenze darin, dass alle angewandten Unterrichtsmethoden selbstverständlich dem aktuellen Stand der Wissenschaft entsprechen müssen. Die Methode ‚Lesen durch Schreiben’ erfüllt diese Voraussetzung nicht, da durch wissenschaft- liche Studien nachgewiesen wurde (zuletzt von Prof. Reinold Funke, PH Heidelberg), dass diese Methode signifikant schlechtere Ergeb- nisse produziert als z.B. die Fibel-Methode. Insbesondere Kinder mit Migrationshintergrund sowie Kinder aus bildungsfernen Bevölke- rungsgruppen erfahren erhebliche Nachteile durch die Methode beim schriftsprachlichen Lernen.“ Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de