Christopher Vogt: Schleswig-Holstein braucht endlich ein industriepolitisches Konzept
FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 344 / 2014 Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Freitag, 22. August 2014 Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer GeschäftsführerWirtschaft / Industriepolitik www.fdp-fraktion-sh.de Christopher Vogt: Schleswig-Holstein braucht endlich ein industriepolitisches Konzept Zum „Kieler Appell“ der IG Metall erklärt der Stellvertretende Vorsit- zende und wirtschaftspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:„Die FDP-Landtagsfraktion hatte dieses wichtige Thema bereits vor der Sommerpause mit ihrem Antrag ‚Industriepolitisches Konzept des Landes erarbeiten’ (Drs. 18/1964) auf die Tagesordnung des Land- tages gebracht und begrüßt es, dass die IG Metall mit ihrem ‚Kieler Appell’ nun ebenfalls einen Beitrag dazu leistet, dass eine breite in- dustriepolitische Diskussion in Gang gebracht wird. Besonders freue ich mich darüber, dass nun auch Wirtschaftsminister Meyer erkannt hat, dass unser Bundesland eine industriepolitische Strategie benö- tigt. Bei der Landtagsdebatte im Juli klang das bei ihm noch anders. Offenbar brauchte er noch ein wenig Druck von der aus seiner Sicht richtigen Seite, um zu dieser Einsicht zu kommen. Wenn es der Sa- che dient, soll es uns aber letztlich egal sein, woher seine Einsicht rührt.Der Abbau von Industriearbeitsplätzen in den vergangenen Jahr- zehnten hat unser Bundesland, aber vor allem die Kieler Region, hart getroffen. Schleswig-Holsteins Wirtschaftsstruktur ist traditionell von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt und das ist mitnichten ein Problem, sondern durchaus eine Stärke unseres Bundeslandes. Damit das Land jedoch mittel- bis langfristig wieder den Anschluss an die wirtschaftliche Entwicklung der westdeutschen Flächenländer finden kann, muss die Landesregierung erkennen, dass es im indust- riellen Bereich noch sehr viel Luft nach oben gibt. Wir wollen keine neuen Subventionen oder Eingriffe in den Markt, sondern die konse- quente Verbesserung von Rahmenbedingungen und mehr Bemü- hungen bei der Ansiedlung von Unternehmen. Dafür braucht das Land endlich ein abgestimmtes und passgenaues industriepolitischesDr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de 2 Konzept. Nur so kann der Abbau von Industriearbeitsplätzen aufge- halten und der Trend umgekehrt werden.Es macht keinen Sinn, diese Diskussion so zu führen, als wollte ir- gendjemand einzelne Wirtschaftszweige politisch gegeneinander ausspielen. Die Landesregierung und auch die Kommunen müssen jedoch dafür Sorge tragen, dass die Rahmenbedingungen am Standort Schleswig-Holstein für die Industrie fortlaufend genauso verbessert werden wie zum Beispiel für die sehr bedeutende Touris- muswirtschaft. Es geht um attraktive und gut bezahlte Arbeitsplätze, ein höheres Steueraufkommen und damit letztlich um bessere Zu- kunftschancen gerade für die junge Generation in unserem Bundes- land. Wer keine aktive Industriepolitik mit einer konsequenten An- siedlungsstrategie betreibt, darf sich nicht wundern, dass Jahr für Jahr viele gut ausgebildete junge Menschen ihr Glück woanders su- chen und unser Bundesland in Richtung Süden verlassen. Diesem Aderlass im Bereich der Fachkräfte muss die Landesregierung in Zu- sammenarbeit mit den entscheidenden Akteuren entgegentreten. Die Landesregierung wäre gut beraten, unsere Initiative aufzunehmen und gemeinsam mit den Kommunen, den Wirtschaftsverbänden und Gewerkschaften sowie den Hochschulen des Landes ein entspre- chendes Konzept zu erarbeiten und umzusetzen. Wir werden das Thema im Wirtschaftsausschuss weiter vorantreiben.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de