Christopher Vogt: Die Devise der Koalition ist nur noch "Augen zu und durch"
FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 305 / 2014 Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 3. Juli 2014 Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer GeschäftsführerBildung / Lehrkräftebildungsgesetz www.fdp-fraktion-sh.de Christopher Vogt: Die Devise der Koalition ist nur noch „Augen zu und durch“ Zur heutigen Beschlussfassung des Bildungsausschusses zum Lehr- kräftebildungsgesetz erklärt der Stellvertretende Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christo- pher Vogt:„Ohne jede Bescheidenheit hatte der Ministerpräsident den vorgeleg- ten Gesetzentwurf vor dem Landtag als bestes Lehrerbildungsgesetz Deutschlands bezeichnet. Er hatte dabei vor allem auf den aus sei- ner Sicht notwendigen Ausbau der MINT-Fächer auf Sek-II-Niveau in Flensburg verwiesen, der zudem auch für die Anerkennung der Ab- schlüsse notwendig sei. Die Änderungen des Gesetzentwurfes durch die Staatskanzlei, die zu verständlicher Empörung an der Uni Kiel geführt hatten, sind nun weitestgehend wieder kassiert. Den Entwurf macht das kaum besser, er ist noch immer völlig unausgegoren und schafft mehr neue Probleme, als er bestehende löst.Die Koalitionsfraktionen doktern mit ihren Änderungen lediglich an eher kleineren Problemen des Entwurfes herum, Antworten auf die zentralen Fragen, die dieser aufwirft, bleiben sie weiterhin schuldig. Problematisch sind vor allem die ungeklärte Frage nach den Auswir- kungen auf die zukünftige Besoldungsstruktur, die Schaffung von unnötigen Doppelstrukturen, die offensichtlichen Probleme bei der Umsetzung des Praxissemesters, die mangelnde Ausstattung der Universitäten und Schulen zur Umsetzung des Gesetzentwurfes so- wie das zentrale Problem, dass Gemeinschaftsschulen ohne Ober- stufe – und das sind immerhin über 80 Prozent der Gemeinschafts- schulen – künftig keine Ausbildungsschulen mehr sein können.Meine Fraktion bevorzugt – wie viele angehörte Akteure auch – die schulartbezogene Lehrerausbildung, die unserem bestehenden Schulsystem auch wirklich gerecht würden. Wir haben eine klare Al- ternative zum Gesetzentwurf der Koalition vorgelegt. Doch an einer Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de 2 echten Debatte und der notwendigen Problemlösung scheint die Koalition nicht interessiert zu sein, wie man auch an ihrem Umgang mit den Anhörungsergebnissen sieht. Die Devise der Koalition ist nur noch ‚Augen zu und durch’, um den Gesichtsverlust für Herrn Albig und Frau Wende in Grenzen zu halten. Die Konsequenzen für diesen rot-grün-blauen Bildungsmurks werden die Schulen, Hochschulen und vor allem die zukünftigen Lehrer zu tragen haben.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de