Wolfgang Kubicki zu TOP 10 (Sanierungsstau der kommunalen Sportstätten): Eine ernsthafte Diskussion über die Zukunft der Sportstätten ist notwendig
FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Es gilt das gesprochene Wort!Sperrfrist Redebeginn Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Nr. 272 / 2014 Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Donnerstag, 19. Juni 2014Innen / Sportstätten www.fdp-fraktion-sh.de Wolfgang Kubicki: Eine ernsthafte Diskussion über die Zukunft der Sportstätten ist notwendig In seiner Rede zu TOP 10 (Sanierungsstau der kommunalen Sport- stätten) erklärt der Vorsitzende der FDP-Landtagsfraktion, Wolfgang Kubicki:„Die Große Anfrage der CDU offenbart, was für viele Schleswig- Holsteiner schon seit langem bittere Realität ist – die kommunalen Sportstätten in unserem Land befinden sich, ähnlich wie unsere Lan- desstraßen, in einem desolaten Zustand. Es ist gut und wichtig, dass die CDU diese Große Anfrage auf den Weg gebracht hat, denn nun liegen verlässliche Zahlen vor, die das Ausmaß der sanierungsbe- dürftigen Sportanlagen in den Kommunen offenlegen.Was folgt nun aus der Großen Anfrage und den Ergebnissen der Er- hebung?Kollegin Ostmeier forderte in ihrer Pressemitteilung eine ‚gemeinsa- me Kraftanstrengung von organisiertem Sport, den Kommunen und dem Land’.Ich möchte zunächst daran erinnern, dass Bau und Unterhaltung kommunaler Sportstätten dem Aufgabenbereich kommunaler Selbst- verwaltung zuzuordnen sind. Dementsprechend war ich sehr ge- spannt, wie sich die CDU eine Kraftanstrengung seitens des Landes für die kommunalen Sportstätten vorstellt.Dass Schleswig-Holstein insgesamt über eine Vielzahl von Sportstät- ten verfügt, ist auf die finanziell besseren Zeiten zurückzuführen. Vie- le Kommunen können sich den Unterhalt und auch die Sanierung der Anlagen und Gebäude heute kaum mehr leisten. Sie vollführen einen schwierigen Balanceakt, um Mittel aus ihrem Haushalt für diese ‚frei- willigen Leistungen’ aufzubringen. Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de 2Der erhebliche Sanierungs- und Modernisierungsbedarf kommunaler Sportstätten ist nicht erst durch die Große Anfrage entstanden. Vor- schläge, wie die Kommunen die Unterhaltung ihrer Sportstätten bes- ser oder überhaupt bewerkstelligen können, liegen bereits seit Jahren vor. So hat der Landesrechnungshof im Jahr 2011 in seinem Kom- munalbericht unter anderem auf die vielerorts fehlenden Sportstättenentwicklungspläne hingewiesen.Im Kommunalbericht 2011 heißt es unter der Überschrift ‚Sportstättenentwicklungspläne haben sich noch nicht durchgesetzt’ auf Seite 82:‚Ein Sportstättenentwicklungsplan führt die für eine Bedarfsplanung erforderlichen Daten strukturiert zusammen und hilft sich abzeich- nenden Veränderungen für den Hallensport festzustellen.’Selbst wenn vor Ort die Bereitschaft zur Erstellung eines Sportent- wicklungsplans vorliegt, scheitert dies bei der Umsetzung in den häu- figsten Fällen an der Finanzierung. Für kleinere Kommunen ist ein fünfstelliger Betrag kein Pappenstiel.Bisher erhält der Landessportverband 6,3 Millionen Euro aus Lan- desmitteln – davon steht Vereinen und Verbänden zur Sanierung und Neubau ein Anteil in Höhe von 1,6 Millionen Euro zur Verfügung.Es heißt im Bericht, dass von den Kommunen in einem Drittel der Sportstätten Sanierungs- und Modernisierungsbedarf gesehen wird – bei Großsport- und Mehrzweckhallen sind es bereits 50 Prozent. Alle Beteiligten und Verantwortlichen dürfen diesen Umstand nicht einfach hinnehmen, sondern sind aufgefordert, aktiv zu werden.Wir brauchen in Schleswig-Holstein ein zukunftssicheres Konzept für die Sportstätten. Denn Sport ist ein Verbindungsstück. Es verbindet die Menschen untereinander, aber es verbindet die Menschen auch mit ihrer Region, in der sie Sport machen. Damit entstehen Bindun- gen und regionale Zugehörigkeiten, die die Beteiligten als Chance und Standortvorteil für sich erkennen und auch nutzen sollten.Nun lautet die spannende Frage, wie die CDU-Fraktion Maßnahmen zur Unterstützung der kommunalen Sportstätten haushalterisch unter- legen will.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de