Christopher Vogt: FDP-Fraktion fordert die Erarbeitung eines industriepolitischen Konzeptes für Schleswig-Holstein
FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 254 / 2014 Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 5. Juni 2014 Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer GeschäftsführerWirtschaft / Industriepolitik www.fdp-fraktion-sh.de Christopher Vogt: FDP-Fraktion fordert die Erarbeitung eines industriepolitischen Konzeptes für Schleswig-Holstein Zur Einbringung des Antrages der FDP-Fraktion „Industriepolitisches Konzept des Landes erarbeiten“ (Drucksache 18/1964) erklärt der Stell- vertretende Vorsitzende und wirtschaftspolitische Sprecher der FDP- Landtagsfraktion, Christopher Vogt:„Die Statistiken belegen, was die Bürger unseres Landes seit langem spüren: Schleswig-Holstein hat sich von der positiven wirtschaftlichen Entwicklung der westdeutschen Flächenländer zusehends abgekoppelt. Seit Beginn der 1990er Jahre hat das Land ein Drittel seiner Arbeitsplät- ze im verarbeitenden Gewerbe verloren. Der Anteil des verarbeitenden Gewerbes an der Bruttowertschöpfung hat sich im gleichen Zeitraum fast halbiert.Dies ist der entscheidende Grund dafür, dass Schleswig-Holstein nur ei- ne unterdurchschnittliche Wirtschaftsentwicklung hat. Auch deshalb wird Schleswig-Holstein mittlerweile als ‚Lohnkeller’ der westdeutschen Bun- desländer bezeichnet.Ein intakter industrieller Kern ist eine Grundvoraussetzung für eine posi- tive gesamtwirtschaftliche Entwicklung. Die Löhne im verarbeitenden Gewerbe sind um ein Viertel höher als im Dienstleistungsgewerbe. Die Industrie erzielt die höchste Wertschöpfung und sorgt mit ihren Vorleis- tungen dafür, dass auch in den unternehmensnahen Dienstleistungen eine hohe Zahl gutbezahlter Beschäftigungsverhältnisse erhalten und generiert wird.Es wird Zeit, dass die Landesregierung sich ihrer wirtschaftspolitischen Verantwortung bewusst wird und hier nun endlich durchstartet. Die Lan- desregierung darf dem Prozess der schleichenden Deindustrialisierung nicht mehr tatenlos zusehen. Die FDP-Fraktion fordert in ihrem AntragDr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de 2 die Landesregierung auf, gemeinsam mit den Kommunen, den Wirt- schaftsverbänden und Gewerkschaften sowie den Hochschulen im Land ein industriepolitisches Konzept zu erarbeiten, das darauf ausgelegt sein soll, dass Schleswig-Holstein bis 2030 bei den entsprechenden wirt- schaftlichen Kennzahlen wieder mindestens den Durchschnitt der west- deutschen Flächenländer erreicht.Es gibt keinen plausiblen Grund dafür, dass Schleswig-Holstein dauer- haft der ‚Lohnkeller’ der Republik bleiben muss. Wer die Situation der Menschen konkret verbessern will, der muss dafür Sorge tragen, dass sich Industrie und verarbeitendes Gewerbe bei uns ansiedeln und darf nicht mit wirtschaftschädlichen Gesetzen das Gegenteil bewirken.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de