Dr. Ekkehard Klug zu TOP 21 (Fachkräfte willkommen heißen): Neue Wege für qualifizierte Zuwanderung öffnen - Asylbewerber vor Sackgassen des Asyl-Anerkennungsverfahrens schützen
FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Es gilt das gesprochene Wort!Sperrfrist Redebeginn Wolfgang Kubicki, MdL Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Nr. 179 / 2014 Stellvertretender Vorsitzender Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer Kiel, Donnerstag, 10. April 2014Wirtschaft / Fachkräfte www.fdp-fraktion-sh.de Dr. Ekkehard Klug: Neue Wege für qualifizierte Zuwanderung öffnen – Asylbewerber vor Sackgassen des Asyl-Anerkennungsverfahrens schützen In seiner Rede zu TOP 21 (Fachkräfte willkommen heißen) erklärt der Abgeordnete der FDP-Landtagsfraktion, Dr. Ekkehard Klug:„Gut ausgebildeten Asylbewerbern bessere Chancen auf dem deut- schen Arbeitsmarkt zu eröffnen – und damit zugleich ihre Chancen auf ein Verbleiben in Deutschland zu erhöhen – ist ein Anliegen, dass sowohl für diesen Kreis von Asylbewerbern Vorteile bringt als auch für unser Land, das ja in vielen Bereichen immer stärker auf den Zu- zug von Fachkräften angewiesen ist.Die FDP-Fraktion spricht sich daher dafür aus, entsprechende Vor- schläge des Präsidenten des Bundesamtes für Migration und Flücht- linge, Manfred Schmidt, aufzugreifen. Dieser regt an, eine Art Vorstu- fe vor dem formellen Asylverfahren einzuführen, in deren Rahmen geprüft wird, ob man den Bewerbern alternativ einen Aufenthaltstitel als Arbeitsemigrant geben kann. Auf diese Weise könne ihrem Wunsch, nach Deutschland zu kommen, oft besser entsprochen wer- den als durch ein Anerkennungsverfahren als Asylbewerber, das oft aussichtslos ist, weil tatsächlich keine politische Verfolgung stattge- funden hat.Oft ist es nämlich so, dass die ‚Schlepper’ ihren ‚Kunden’ erzählen, sie sollten das Wort ‚Asyl’ sagen und ihre Papiere wegwerfen. Auf diese Weise landen auch qualifizierte Fachkräfte in einer Falle, die meistens mit ihrer Abschiebung endet.Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de 2 Rund 70 Prozent der Asylanträge werden heute abgelehnt, weil es sich um Menschen handelt, die ihr Land aus wirtschaftlicher Not und nicht wegen politischer Verfolgung verlassen haben.Das vom Präsidenten des Bundesamtes vorgeschlagene Vorverfah- ren eignet sich dazu, die vielfach durch das Asyl- Anerkennungsverfahren eröffneten Sackgassen, die sehr oft auch mit einem großen persönlichen Unglück für die Betroffenen verbunden sind, zu schließen und ihnen ein ebenso humanes wie sinnvolles Aufnahmeverfahren für Wirtschafts-Immigranten als Alternative anzu- bieten.Wir Liberale halten dies für einen Weg, der in beiderseitigem Interes- se liegt: Im Interesse vieler Flüchtlinge, die zu uns kommen wollen, aber auch im Interesse unseres Landes, das auf den Zuzug engagier- ter, leistungsbereiter Zuwanderer in immer stärkerem Maße angewie- sen ist.Ein weiterer Ansatz, der nach unserer Ansicht ebenfalls viel stärker genutzt werden sollte, bietet der § 18c des Aufenthaltsgesetzes: Da- nach können Personen mit Hochschulabschluss für bis zu sechs Mo- nate eine Aufenthaltserlaubnis erhalten, um sich einen ihrer Qualifika- tion entsprechenden Job zu suchen.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de