Christopher Vogt: Der Gesetzentwurf der Landesregierung zur Lehrerausbildung ist nicht umsetzbar und somit reif für die Tonne
FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1Presseinformation Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 159 / 2014 Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Donnerstag, 3. April 2014 Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer GeschäftsführerHochschule / Lehrerbildung www.fdp-fraktion-sh.de Christopher Vogt: Der Gesetzentwurf der Landesregierung zur Lehrerausbildung ist nicht umsetzbar und somit reif für die Tonne Zur aktuellen Berichterstattung über die Lehrerausbildung erklärt der Stellvertretende Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:„Die von der Landesregierung geplante Einführung des so genannten Sekundarstufenlehrers ist rein ideologisch motiviert und hat mit der notwendigen Anpassung der Lehrerausbildung an das aktuelle Schulsystem nichts zu tun. Sie geht weit darüber hinaus und soll schon einmal den nächsten Schritt zur Abschaffung der Schulform Gymnasium vorbereiten, was am Ende vor allem die Privatschulen im Land stärken würde.Der Wende-Entwurf ist jedoch nicht nur inhaltlich, sondern auch or- ganisatorisch eine Katastrophe: Dass sich der Ministerpräsident of- fenbar höchstselbst in die Diskussion über die Lehrerbildung einge- schaltet und ohne Rücksprache mit beiden (!) Hochschulen massive Änderungen bewirkt hat, zeigt, wie chaotisch in dieser Landesregie- rung zu Werke gegangen wird. Immerhin scheint Herr Albig verstan- den zu haben, dass die Murks-Pläne seiner Wissenschaftsministerin in Schleswig-Holstein organisatorisch kaum umgesetzt werden kön- nen. So gab es am Ende der Wendeschen Chaos-Planung für das Kabinett nur noch die Wahl zwischen Pest und Cholera: Entweder die KMK-Vorgaben werden gerissen und Schleswig-Holstein bildet in Flensburg Lehrer aus, die nicht bundesweit eingesetzt werden kön- nen, oder es wird noch einmal deutlich teurer und der Christian- Albrechts-Universität wird erheblicher Schaden zugefügt. Der ehe- malige Kieler OB entschied sich dann in der ideologisch verursach- ten Not für die zweite Variante.Wir halten beides für mehr als nur problematisch und erinnern noch einmal an die zudem völlig offene Besoldungsfrage, die diese Re- Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de 2 form nach sich ziehen würde, sowie die mit Blick auf das wichtige Thema Inklusion unverantwortlichen Reformpläne bei der Sonderpä- dagogik.Das späte Eingreifen Albigs und die von ihm erwirkte Verschlimm- besserung unterstreichen, dass bei diesem Gesetzentwurf schon vor der ersten Lesung allen Beteiligten völlig klar sein sollte, dass dieser gar nicht verantwortbar umgesetzt werden kann und somit reif für die Tonne ist. Wir erneuern daher unsere Forderung, dass der Minister- präsident diesen Entwurf umgehend zurückziehen muss.Für die Landesregierung heißt es jetzt: Lieber ein Ende mit Schre- cken als ein Schrecken ohne Ende. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Kieler Koalitionsabgeordneten, zu denen ja auch der Minis- terpräsident selbst gehört, diesem Gesetzentwurf mit gutem Gewis- sen seine Zustimmung geben kann.“Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de