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12.03.14
13:54 Uhr
FDP

Christopher Vogt: Ministerin Wende will mit der Lehrerausbildung schulpolitische Fakten schaffen

FDP-Landtagsfraktion Schleswig-Holstein 1



Presseinformation
Wolfgang Kubicki, MdL Nr. 111 / 2014 Vorsitzender Christopher Vogt, MdL Stellvertretender Vorsitzender Kiel, Mittwoch, 12. März 2014 Dr. Heiner Garg, MdL Parlamentarischer Geschäftsführer

Hochschule / Lehrerausbildung



www.fdp-fraktion-sh.de Christopher Vogt: Ministerin Wende will mit der Lehrerausbildung schulpolitische Fakten schaffen Zur Debatte um die Neuordnung der Lehrerausbildung erklärt der Stellvertretende Vorsitzende und hochschulpolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt:
„Auf den Lehrer kommt es an – das zeigen zahlreiche Bildungsstudi- en. Die jüngsten Pisa-Ergebnisse belegen das gute Abschneiden der Gymnasien, wofür eine gute Lehrerausbildung die Voraussetzungen schafft. Es ist daher auch nicht fahrlässig, sondern mutwillig, dass die amtierende Landesregierung die Gymnasiallehrerausbildung zer- schlagen will.
Eine Anpassung der Lehrerausbildung an die bestehenden Schul- formen im Land ist selbstverständlich überfällig. Die damalige Große Koalition hatte bei ihrer Schulreform den zweiten vor dem ersten Schritt gemacht und eine notwendige Reform der Lehrerausbildung schlichtweg ausgeblendet. Die Reformpläne der rot-grün-blauen Landesregierung sind jedoch der völlig falsche Weg, denn sie will nicht die Lehrerausbildung an die Schulformen anpassen, sie will mit ihren Plänen durch die Hintertür schulpolitische Fakten schaffen.
Da Ministerin Wende die beiden weiterführenden Schulformen Gym- nasium und Gemeinschaftsschule aus ideologischen Gründen immer weiter zusammenführen will, um das Gymnasium schrittweise abzu- schaffen, will sie die Reform der Lehrerausbildung nutzen, um die Vereinheitlichung dieser beiden Schulformen zu besiegeln. Für die Landesregierung mag dies aus ihrer Sicht politisch konsequent sein, aber es ist fachlich nicht zu vertreten und geht zu Lasten der Schüle- rinnen und Schüler. Es gibt auch zukünftig unterschiedliche Anforde- rungen an Lehrer an Gymnasien und an Gemeinschaftsschulen, die sich in den Anforderungsprofilen der unterschiedlichen Lehramtsstu- diengänge entsprechend widerspiegeln müssen. Gleiches gilt natür- lich für Grundschulen, berufliche Schulen und Sonderschullehrkräfte. Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de 2
Vom viel gepredigten Dialog ist mal wieder nichts zu sehen. Die Zu- stimmung der Universitäten Kiel und Flensburg zu dieser Reform wurde von der Landesregierung für viel Geld regelrecht erkauft. An- statt eine vernünftige Arbeitsteilung vorzunehmen, sollen jetzt unnö- tige Doppelstrukturen an den Universitäten geschaffen werden, die sich dieses Land eigentlich gar nicht leisten kann. Dieses Geld wird an vielen anderen Stellen – gerade im Hochschulbereich – schmerz- lich vermisst werden.
Ein weiterer offener Punkt, den man nicht unterschätzen sollte, ist die Besoldung der zukünftigen Lehrkräfte. Ministerin Wende hat es bis- her tunlichst vermieden, zu erklären, ob die geplanten Einheitslehrer jetzt mit einer finanziellen Aufstockung rechnen können, oder ob es sich um ein Sparmodell des Bildungsministeriums handelt. Hierzu muss sich die Landesregierung erklären. Das bisherige Wegducken der Landesregierung bei dieser wichtigen Frage ist extrem unseriös.
Die Grünen haben recht, wenn sie erklären, dass sich dieses Thema nicht für ideologische Sandkastenspiele eignet. Wir stellen uns nur die Frage: Warum tut diese Koalition es trotzdem?“



Dr. Klaus Weber, Pressesprecher, v.i.S.d.P., FDP-Fraktion im Schleswig-Holsteinischen Landtag, Landeshaus, 24171 Kiel, Postfach 7121, Telefon: 0431 / 988 1488, Telefax: 0431 / 988 1497, E-Mail: fdp-pressesprecher@fdp.ltsh.de, Internet: http://www.fdp-fraktion-sh.de