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12.09.13
13:38 Uhr
SPD

Kirsten Eickhoff-Weber und Sandra Redmann: Biotopkartierung in Schleswig-Holstein notwendig

Kiel, 12. September 2013 Nr. 197/2013



Kirsten-Eickhoff-Weber und Sandra Redmann:
Biotopkartierung in Schleswig-Holstein notwendig

Zur Notwendigkeit einer Biotopkartierung in Schleswig-Holstein erklären die Sprecherin für Landesplanung und Agrarpolitik der SPD-Landtagsfraktion, Kirsten Eickhoff-Weber, und die umweltpolitische Sprecherin Sandra Redmann:
Die heutige Anhörung im Umweltausschuss zum Dauergrünlanderhaltungsgesetz macht einmal mehr deutlich, dass eine landesweite Biotopkartierung, wie wir sie bereits lange fordern, unabdingbare Grundlage für sachgerechte Diskussionen und Entscheidungen der Landesentwicklung ist.
Die bestehende Biotopkartierung in Schleswig-Holstein von 1978 und 1990 ist veraltet und bildet die aktuellen Verhältnisse längst nicht mehr ab. Detailkartierungen und Einzelbetrachtungen der letzten Jahre v.a. im Rahmen EU-rechtlicher Vorschriften umfassen lediglich 7-8% der Landesfläche und ersetzen nicht die Gesamtschau über den Zustand der Natur in Schleswig- Holstein, die für eine nachhaltige verantwortungsvolle Landesentwicklung notwendig ist.
Mit einer flächendeckenden Biotopkartierung wird es möglich sein, die Flächen in Schleswig- Holstein zu identifizieren, die besonders geschützt werden müssen. Damit bekommen wir eine solide Abwägungsgrundlage, um mehr Transparenz in die Entscheidungsverfahren zu bringen, artenschutzrechtliche Aspekte im Gesamtzusammenhang zu betrachten und damit unter Umständen Genehmigungsverfahren zu beschleunigen. Ein weiterer Aspekt wäre, dass es mit der flächendeckenden Biotopkartierung eine verlässliche Grundlage für die Diskussion um Flächenkonkurrenz/Ausgleichsflächen gibt. 2



Die Forderung nach einer Biotopkartierung als Basis für zielorientierte Dialogprozesse wird nicht nur seitens des Naturschutzes gestellt. Zur Klärung von Bewirtschaftungsentwicklungen ist sie auch für die objektive Einschätzung von Planungsprozessen Grundlage. Gedeihliche Dialogprozesse brauchen eine verlässliche, objektive Grundlage.