Navigation und Service des Schleswig-Holsteinischen Landtags

Springe direkt zu:

Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

Pressefilter

Zurücksetzen
15.05.13
14:31 Uhr
SPD

Kirsten Eickhoff-Weber: Ausbildung im Agrarbereich breiter und ökologischer aufstellen

Kiel, 15. Mai 2013 Nr. 114 /2013



Ausbildung im Agrarbereich breiter und ökologischer aufstellen



Zur Ausbildung im Agrarbereich erklärt die agrarpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion Kirsten Eickhoff-Weber:


Die berufliche und universitäre Ausbildung im Agrarsektor ist in Schleswig-Holstein gut aufgestellt und genießt deutschlandweit einen sehr guten Ruf.
Angesichts der aktuellen Entwicklungen im Bereich des ökologischen Landbaus und der Herausforderungen, vor denen der Berufszweig der Landwirtschaft steht, ist es jedoch nicht ausreichend und auch nicht mehr zeitgemäß, sich in der Ausbildung sowie in Lehre und Forschung im Wesentlichen auf die konventionelle Landwirtschaft zu konzentrieren.
Die Ausbildung im Agrarsektor muss sicherstellen, dass Landwirte sich aufgrund ihres Fachwissens und einer unabhängigen landwirtschaftlichen Fachberatung frei entscheiden können, wie sie ihren Beruf ausüben und gestalten und welche Schwerpunkte sie in der Produktion setzen.
Deshalb erscheint es geboten, die Ausbildung auf eine breitere Basis zu stellen. Wir brauchen eine stärkere Schwerpunktsetzung auf die ökologische Landwirtschaft im Bereich der universitären Ausbildung, der Fachhochschule sowie auch in der betrieblichen und berufsschulischen Ausbildung.
Sowohl in der beruflichen Ausbildung wie auch in der universitären Lehre und Forschung muss das gesamte Wissens-Spektrum vermittelt werden. Konventionelle Landwirtschaft und ökologische Landwirtschaft dürfen in einer verantwortungsvollen Agrarpolitik nicht nur als 2



entweder oder diskutiert werden. Klimaschonende Landbewirtschaftung, artgerechte Tierhaltung und nachhaltige Entwicklung, Erhaltung der Kulturlandschaft gehen nur mit gut ausgebildeten Bauern und Bäuerinnen – Landwirtinnen und Landwirten.
Eine fundierte Ausbildung im ökologischen Landbau – landwirtschaftlich und gärtnerisch – ist die Voraussetzung für eine Teilhabe Schleswig-Holsteins an dem wachsenden Markt der Ökolebensmittel. Seit der Wiedereinführung der Umstellungs- und Beibehaltungsförderung im Ökolandbau wächst die Zahl der Bioproduktionsflächen in Schleswig-Holstein wieder, aber noch liegen wir weit hinter dem Bundesdurchschnitt von gut sechs Prozent zurück. Dies muss sich ändern. Wir sind darüber mit dem Bildungs- und Wissenschaftsministerium im Gespräch und werden gemeinsam Vorschläge dazu erarbeiten.