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02.04.13
12:28 Uhr
SPD

Kirsten-Eickhoff-Weber: Flächenschutz: Die Zeit der Klientelpolitik ist vorbei!

Kiel, 2. April 2013 Nr. 079 /2013
Kirsten-Eickhoff-Weber:
Flächenschutz: Die Zeit der Klientelpolitik ist vorbei! Zur Unterschriften-Sammlung („Aktion Flächenschutz“) des schleswig-holsteinischen Bauernverbandes gegen neue Regelungen beim Knickschutz, bei der Biotopverordnung und beim Dauergrünlanderhaltungsgesetz erklärt die agrarpolitische Sprecherin der SPD- Landtagsfraktion, Kirsten Eickhoff-Weber:
Die schwarz-gelbe Vorgängerkoalition hat den Naturschutz, zu dem auch der Gewässerschutz für den Erhalt unseres Trinkwassers gehört, aufgeweicht. Sehr viele Menschen beklagen, dass zunehmend Grünland zum Maisacker wird, Wiesen und Weiden nach und nach verschwinden, Wegränder weggepflügt werden. Das beeinträchtigt die pflanzliche Artenvielfalt und die Lebensgrundlage vieler Tiere.
Die Vorschläge für Veränderungen bei Knickschutz, Biotopverordnung und Dauergrünlanderhaltungsgesetz sind alle noch in der Diskussion bzw. Anhörung. Deshalb geht diese „Aktion Flächenschutz“ des Bauernverbandes klar am Thema vorbei. Anstatt sich auf die dringend notwendigen Gespräche einzulassen, anstatt Lösungsvorschläge zu erarbeiten – denn die Probleme vor Ort sind auch den Funktionären des Bauernverbandes durchaus bewusst – wird völlig unnötig auf Konfrontation geschaltet. Der Bauernverband erweist seinen Mitgliedern hier einen Bärendienst, denn er bedient nur die Vorurteile von Einschränkung und Enteignung. Sollte der Bauernverband einen Rat annehmen wollen: Argumentieren statt Polemisieren wird uns in der Sache voran bringen.
In Gesprächen mit aktiven Landwirten ist mir deutlich geworden, dass es auch bei ihnen eine große Bereitschaft gibt, in eine ergebnisorientierte Debatte einzusteigen, und ein echtes Interesse an einem gemeinsamen Weg für Schleswig-Holstein. Die Zeit der schlichten Klientelpolitik ist vorbei, wir brauchen für die komplexen Themen endlich kluge, im Dialog entwickelte Lösungen!