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26.09.12
16:01 Uhr
SPD

Sandra Redmann zu TOP 38: Den negativen Trend beim Knickschutz stoppen!

Es gilt das gesprochene Wort!
Kiel, 26. September 2012



TOP 38: Knickschutz verbessern (Drucksache 18/186)



Sandra Redmann:
Den negativen Trend beim Knickschutz stoppen!


Knicks in Schleswig-Holstein sind ein Markenzeichen unserer Kulturlandschaft. Sie erfüllen wichtige Funktionen für die Natur, die Menschen und die Tierwelt. Dies müssen wir wieder stärker ins Bewusstsein der Menschen rücken und vor allem auf klare rechtliche Füße stellen. Der landestypische Knickschutz muss gesetzlich wieder einen höheren Stand erhalten. Dies erreichen wir mit dem heute vorgelegten Antrag.
Die letzten Jahre waren für die Knicks in Schleswig-Holstein keine guten. Circa nur noch die Hälfte der Knicks sind zurzeit in einem guten ökologischen Zustand. Der Trend zu unsachgemäß behandelten bis hin zu fast zerstörten Knicks hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Es ist dringend erforderlich zu handeln. Wir wolle nicht falsch verstanden werden. Die überwiegende Mehrzahl der Landwirte pflegt die Knicks auf ihrem Land verantwortungsvoll.
Aber wenn wir uns in der Landschaft umsehen, können wir die negativen Veränderungen deutlich erkennen. Um es deutlich zu sagen: Sicher ist der negative Trend im Knickschutz vor allem durch die Änderung im Landesnaturschutzgesetz 2007 Auslöser. Mit unseren Warnungen konnten wir uns zu dem Zeitpunkt leider nicht durchsetzen.
Vor allem auch die kommunalen Praktikerinnen und Praktiker kritisieren übereinstimmend die Aufweichung der Vorschriften im Knickschutz. Die bis 2007 bestehenden Vorschriften 2



auszudünnen und dann die Anwendung den unteren Naturschutzbehörden im Kreis zu überlassen, die personell zudem stark eingeschränkt sind, war nicht der richtige Weg. Fragen Sie einmal in den Kreisen bei den unteren Naturschutzbehörden nach, wie die Situation dort bewertet wird, oder fragen Sie meine Kollegin Kirsten Eickhoff-Weber, die Ihnen dies aus eigener Erfahrung berichten kann.
Unser Ziel muss der Erhalt und die Weiterentwicklung eines intakten Knicknetzes in Schleswig- Holstein sein.