Navigation und Service des Schleswig-Holsteinischen Landtags

Springe direkt zu:

Diese Webseite verwendet ausschließlich für die Funktionen der Website zwingend erforderliche Cookies.

Datenschutzerklärung

Pressefilter

Zurücksetzen
08.12.11
16:18 Uhr
SPD

Jürgen Weber: Kieler "Sektion für Sexualmedizin" offensichtlich vor dem Aus!

Kiel, 8. Dezember 2011 Nr. 351/2011



Jürgen Weber:
Kieler „Sektion für Sexualmedizin“ offensichtlich vor dem Aus!
Zur Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage zur Situation der sexualmedizinischen Forschung und Lehre in Schleswig-Holstein erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der SPD-Landtagsfraktion, Jürgen Weber, MdL:
Aus den Antworten auf meine Kleine Anfrage (Drs. 17/2033) geht deutlich hervor, dass die Landesregierung kein Interesse am Fortbestand der renommierten Sektion für Sexualmedizin am UKSH hat. Die durch Kürzungsmaßnahmen der Universität stark gefährdete Einrichtung steht jetzt offenbar vor ihrer Zerschlagung. Obwohl sich die Landesregierung mit den Erfolgen der Arbeit von Prof. Bosinski und seinem Team bei der Therapie von Sexualstraftätern und Prävention zuletzt im „3. Opferschutzbericht für Schleswig-Holstein“ schmückt, ist weder Wissenschaftsminister Jost de Jager, noch Justizminister Emil Schmalfuß bereit, auch nur einen Finger für den Erhalt dieser wichtigen Forschungs- und Therapieeinrichtung krumm zu machen. Stattdessen wird die Verantwortung auf das UKSH und die Christan-Albrechts-Universität geschoben. Prof. Bosinski und seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben offensichtlich ab Ende des Jahres keine Perspektive mehr.
Mit Bestürzung nehme ich zudem die fortgesetzte Untätigkeit der Landesregierung bei der Umsetzung der Vorgaben für Begutachtung und Therapie von Sexualstraftätern aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Sicherungsverwahrung zur Kenntnis.
Auf die Frage, wie der Bedarf an forensischen Gutachterinnen und Gutachtern sowie Therapeutinnen und Therapeuten durch Aus- und Fortbildung in Schleswig-Holstein künftig gedeckt werden kann, antwortet die Landesregierung lapidar: „Die Landesregierung hat bezüglich dieser bundesweit eintretenden Veränderung noch keine Entscheidung getroffen“. Schlafen Sie weiter, meine Herren!“