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18.10.01
10:48 Uhr
B 90/Grüne

Karl-Martin Hentschel: Messen sind wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung

PRESSEDIENST Fraktion im Landtag Schleswig-Holstein Pressesprecherin Es gilt das gesprochene Wort! Claudia Jacob Landeshaus TOP 37 - Messe-Konzeption - Düsternbrooker Weg 70 24105 Kiel
Durchwahl: 0431/988-1503 Dazu sagt der Vorsitzende Zentrale: 0431/988-1500 der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, Telefax: 0431/988-1501 Karl-Martin Hentschel: Mobil: 0172/541 83 53 E-Mail: presse@gruene.ltsh.de Internet: www.gruene-landtag-sh.de

Nr. 284.01 / 18.10.2001 Wichtig für die wirtschaftliche Entwicklung
Wir diskutieren heute einen umfangreichen Bericht der Landesregierung. Auch für Schleswig-Holstein haben Messen, Kongresse und Großveranstaltungen eine erhebliche wirtschaftliche Bedeutung. Für die wichtigen Zukunftsthemen unseres Landes können Messen und Kongresse für eine überregionale Vermarktung und Kommunizierung sor- gen - ich denke an die Windenergie, an die maritime Forschung, an Freizeit- und Ge- sundheitswirtschaft.
Neue Hallen bekommt das Land: Die MUK in Lübeck hat die Marktpräsenz von Lübeck verbessert, die Campushalle in Flensburg steht vor kurz vor der Fertigstellung und Eröff- nung. Die neue Ostsee-Halle in Kiel hat neue Maßstäbe gesetzt, für ganz Norddeutsch- land. Eine moderne Halle für 10.000 Zuschauer bei einem THW-Spiel und sogar 13.500 Zuschauern bei einem Rockspektakel ist für den Moment einmalig im Norden.
Der Umbau und die Erweiterung in einen vierten Rang ist sehr gelungen. Insofern war es völlig richtig, dass die Landeshauptstadt Kiel seine Halle an ein privates Konsortium ver- kauft hat, allerdings unter Festschreibung der Angebotsstruktur. Ein solcher Umbau, der über 40 Mio. DM gekostet hat, wäre von Kiel allein nicht zu bewältigen gewesen. Hier konnte nur privates Kapital helfen. Damit ist noch nichts über die Wirtschaftlichkeit ge- sagt, rentieren muss sich die Investition noch. Für einen Standort für hochrangige Kongresse fehlt nach Aussagen des Ostseehallenmanagements noch ein Vier-Sterne- Hotel direkt an der Ostseehalle. Die kiel-interne Diskussion über einen Hotelturm oder einen Hotelriegel ist zunächst pro Turm entschieden. Es folgt nun ein Architektenwett- bewerb. Die Landesregierung hat zum Messethema eine Untersuchung in Auftrag bei den Glücksburger Konzepten vergeben. Untersucht wurden alle sechs Messestandorte, also Flensburg, Husum, Rendsburg, Kiel, Neumünster und Lübeck. Im nationalen Vergleich belegt Schleswig-Holstein im Veranstaltungsbereich keine führende Rolle. Das ist erst mal nicht überraschend.
Es ist sicherlich sinnvoll, alle geeigneten Messe-Standorte in Schleswig-Holstein ge- meinsam zu vermarkten. Die entsprechende Schlussfolgerung von Lothar Hay und Klaus-Dieter Müller, nach zu lesen in der KN vom 13.10.01, kann ich voll unterstützen.
Was für mich überraschend kommt, ist die Aussage zur Campushalle in Flensburg mit immerhin 6000 Zuschauerplätzen. Hierzu sagen meine SPD-Kollegen: Für den mit fast 30 Mio. DM vom Land geförderten Neubau, Gesamtkosten 40 Mio. DM, gibt es keinerlei Konzepte. So gut wie nichts sei klar. Über diesen niederschmetternden Befund bin ich sehr verwundert. Immerhin reden wir bei dem Regionalprogramm über einen Qualitäts- wettbewerb. Es kann dann nicht angehen, dass diese hohe Förderung bewilligt wird, oh- ne das ein überzeugendes Vermarktungskonzept und eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vorliegt. Hierzu bitte ich den Wirtschaftsminister um Klarstellung.
Die Kritik am Standort Husum kann ich aber überhaupt nicht teilen. Dort findet alle zwei Jahre die „Windtech“ statt. Diese Messe passt genau nach Husum, dort schlägt das Windherz von Schleswig-Holstein. Erst vor kurzem hat sich gezeigt, dass es dort eine sehr attraktive Messe plus Begleitprogramm gibt. Der Zuwachs der Aussteller und bei den Besuchern ist ein deutliches Zeichen. Es gab Verkehrsprobleme und Chaos bei der Parkplatzbewirtschaftung. So etwas ist aber händelbar. Ich selbst habe bei meinem Mes- serundgang nur positive Stimmen zu Husum gehört. Deshalb halte ich eine Negativ- Diskussion zu Husum für nicht angebracht.

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