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25. Februar 2025 – Februar-Plenum / Vorschau

Kinderhospiz: Debatte über Bedarf eines Neubaus

In Schleswig-Holstein gibt es nur zwei stationäre Hospiz-Plätze für schwerkranke Kinder und Jugendliche. Der Landtag will nun den Bedarf ermitteln und gegebenenfalls den Bau eines Kinder-Hospizes fördern.

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Neubau für das Kinderhospiz in Gettorf. Foto: Landtag, Karsten Blaas

Rund 50.000 Familien in Deutschland sind nach Angaben des Bundesverbands Kinderhospiz von einer Diagnose betroffen, die keine Aussicht auf Heilung oder Genesung für ein Kind bietet. Ambulante Dienste betreuen Betroffene im häuslichen Umfeld, stationäre Kinderhospize bieten einen Ort zum Ausruhen und Krafttanken im beanspruchenden Alltag mit einem schwerstkranken Kind, so schreibt es der Verband auf seiner Internetseite.

Die SPD-Fraktion fordert die Landesregierung in ihrem Antrag „Kinderhospizarbeit in Schleswig-Holstein stärken“ dazu auf, den Bedarf für ein stationäres Hospiz für Kinder und Jugendliche im Land zu ermitteln und gegebenenfalls den Bau eines solchen zu fördern. Es gebe es bisher zwei Plätze für schwerkranke Kinder und Jugendliche im „Hospiz im Wohld“ in Gettorf. „Der Hospiz- und Palliativverband Schleswig-Holstein sieht große Defizite bei der Versorgung schwerkranker Kinder und Jugendlicher und fordert den tatsächlichen Bedarf an stationären Kinderhospizplätzen neu zu bewerten“ heißt es im Antrag.

Verschnaufpause für die Familien

Bis zu 28 Tage pro Jahr dürfen Familien mit Kindern, die an lebensverkürzenden Krankheiten leiden, im stationären Kinderhospiz verbringen. Die Krankenkassen übernehmen 95 Prozent der Kosten. Die Familien wohnen vorübergehend im Hospiz und haben die Chance zu einer Verschnaufpause. Pflegefachkräfte betreuen den Nachwuchs, die Familien werden zudem psychosozial begleitet.

(Stand: 21. Februar 2025)

Bericht folgt etwa eine Stunde nach Ende der Debatte.

Top 26:

Antrag der SPD-Fraktion:
Drucksache 20/2945